In Nordrhein-Westfalen gibt es viele Formen weiterführender Schulen: Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und Sekundarschulen. Und die Zahl von Schülerinnen und Schülern geht zurück und das Geld für Schulen auch. Die Städte und Gemeinden müssen vorab für die Zukunft ihre Schulen planen. Sie sollen möglichst das bestehende Angebot an Schulformen erhalten, müssen aber Schüleraufkommen sowie Mindestschülerzahlen für die Schulformen in die Planungen einbeziehen. Das kann die Schließung von Schulen nötig machen. Städte und Gemeinden müssen jedoch auch den Elternwillen berücksichtigen! Für die Art und Weise, wie der Elternwille ermittelt wird, fehlen Regelungen. Oktober 2012

Aus der Stellungnahme des Elternvereins NRW vom 23. Juli 2011   im Rahmen des Beteiligungsverfahrens des Schulministeriums   zum Entwurf der „Verordnung zur Änderung der Verordnung über den Bildungsgang in der Grundschule (Ausbildungsordnung Grundschule – AO-GS)“: Der Freistellung zum Verzicht auf Noten im 3. Grundschuljahr in §§ 5 und 6 AO-GS stimmen wir nicht zu. Juli 2011

Die neue Landesregierung bringt neuen Wind. Die Schulministerin Sylvia Löhrmann, selbst Lehrerin mit 11 Jahren Berufserfahrung an einer Gesamtschule, wollte per Schulversuch bis zum Ende ihrer Amtszeit 30 % aller Schulen in NRW (ca. 600) in „Gemeinschaftsschulen“ umwandeln. Inzwischen hat sie erkannt, daß bei 50 Schulen eine Grenze erreicht ist, wo verfassungsrechtliche Anfechtungen weitere Schulversuche vereiteln könnten. Danach ist sie bereit, ein Gesetzgebungsverfahren einzuleiten, auch wenn dadurch ein Volksbegehren wie in Hamburg gegen diese schleichende Strukturveränderung möglich wird.   August 2011

Rechtschreibreform 2006

Übrigens: Wir haben uns gegen die Rechtschreibreform von 2006 eingesetzt, weil sie viele verwirrende und unlogische Schreibweisen einführte. Wundern Sie sich daher bitte nicht über manches „ß“ und andere „unmoderne“ Schreibweisen: wir haben uns dafür entschieden, die klassische deutsche Rechtschreibung konsequent beizubehalten.

Vortrag Regine Schwarzhoff, Landesvorsitzende des Elternvereins Nordrhein-Westfalen auf der Podiumsdiskussion am 20. Juli 2010 in Bielefeld

  • PISA-Sieger Finnland – Vorbild für NRW ?

Seit den ersten PISA-Schulleistungsvergleichen gilt Finnland als Wunderland der Bildung, weil es als eindeutiger Sieger aus den Untersuchungen hervorging. Es kennt nur eine Schulform, die deshalb als Gesamtschule bezeichnet wird. Die finnische Schule wurde zum Werbemittel der deutschen Gesamtschulbefürworter. Daß das Schlußlicht der PISA-Vergleiche Mexiko auch nur Gesamtschulen hat, blieb und bleibt außer Betracht, ebenso die Gründe, die Finnland zum Erfolg führten. Januar 2010

Bei der Auswertung der Schülerleistungen in den Bundesländern haben die Schüler von integrierten Gesamtschulen viel schlechter abgeschnitten als die Schüler der Realschulen. Sie liegen in allen drei Test-Fächern um etwa 50 PISA-Punkte unter deren Leistungsniveau. Das bedeutet generell einen Rückstand von einem Lernjahr, und das, obwohl die Schülerschaft der Gesamtschule derjenigen der Realschule nach Anlagen und Herkommen sehr ähnlich ist. Januar 2010

Die Ergebnisse dieser Leistungsvergleiche am Ende von Klasse 10:

Hauptschule – Gesamtschule:  Die Gesamtschüler erreichten keinen höheren Wissensstand als die Hauptschüler.

Realschule – Gesamtschule:  Die Realschüler erreichten z.B. in Mathematik einen Wissensvorsprung von etwa zwei Schuljahren.

Gymnasium – Gesamtschule:  Der Leistungsvorsprung der Gymnasiasten in Mathematik betrug mehr als zwei Schuljahre. Januar 2010

Die Hauptschule fördert Kinder, die mehr praktisch als theoretisch interessiert sind, denen die Tätigkeiten mit dem Kopf weniger liegen, die deshalb die Menge des Unterrichtsstoffs in der Grundschule nur mühsam und langsam aufnehmen. In der Hauptschule sind die Lernschritte kleiner, die Lernwege anschaulicher, die Lerninhalte praktischer. Dort leben Kinder auf. Sie erleben nicht mehr täglich, daß andere viel schneller sind und mehr wissen. Sie haben hier Lernerfolge, die ihnen in der Grundschule meist versagt geblieben sind. Sie gewinnen Selbstvertrauen und Lernfreude. Die Hauptschule bietet Schutz. Das haben mehrere wissenschaftliche Untersuchungen überzeugend bewiesen. Januar 2010

  • Länger gemeinsam lernen – Hilfe für wen?
  • Viele Politiker und Vertreter verschiedener Lehrer- und Elternverbänden fordern, daß die Kinder „länger gemeinsam lernen“, länger als nur die vier Jahre in der Grundschule. Was steckt dahinter? Fordernde sind zum einen diejenigen, für die „Gleichheit“ eines der obersten politischen Ziele ist, die also eine ideologisch begründete Haltung zur Bildung haben. Zum anderen sind es Eltern, die für ihr Kind das Beste wollen, aber sehen, daß es nach 4 Jahren Grundschule wohl kaum in ein Gymnasium wechseln kann. Januar 2010
  • Bildungsgerechtigkeit – die muß sein!

Bildung ist keine Ware, die man kaufen und verteilen kann wie Brot oder Äpfel. Bildung ist das Ergebnis einer langen Entwicklung von Lernen. Lernen muß jeder Mensch selbst. Lernen erfordert Einsatz und Anstrengung. Das Gelernte muß vom Gedächtnis geordnet gespeichert werden, offen für lebenslange Ergänzungen und auch für Korrekturen. Dabei geht es um Wissen und um Kompetenzen. Beides ist nötig, beides muß bei Bedarf abrufbar sein. Januar 2010

„Wir Eltern müssen aktiv werden, wenn die Politik zaudert“, heißt die Konsequenz aus einer Vortragsveranstaltung des Elternvereins Nordrhein-Westfalen in Neuss. „Unsere Kinder müssen geschützt werden vor einem gezielten Training zu Gewalt und Töten“, folgerte Regine Schwarzhoff, Vorsitzende des Vereins, weiter. In vielen Veröffentlichungen, auch dem Buch „Computerspiele(r) verstehen“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), werde die schädliche Wirkung solcher Spiele auf die kindliche Seele verniedlicht und verharmlost – dank einer starken Lobby der Marktführer.

Rechtliche Grundlagen für NRW sind § 33 Schulgesetz und die „Richtlinien für die Sexualerziehung in NRW“ vom September 1999. Der Elternverein NRW hat sich gegen beide mehrfach mit rechtlichen Einwendungen zu Wort gemeldet, sowohl beim Landtag als auch beim Schulministerium – bisher ohne Erfolg. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat 2007 die Rechtmäßigkeit der Vorschriften bestätigt. September 2008

Bei der diesjährigen Landesversammlung des Elternvereins NRW, die am Wochenende in Recklinghausen stattfand, stand das aktuelle Thema „Gewaltprävention Hand in Hand“ im Mittelpunkt. Erst kürzlich ist der gemeinsame Runderlaß von 5 nordrhein-westfälischen Ministerien (Innen, Schule, Generationen, Soziales und Justiz) vom 31.08.2007 veröffentlicht worden, der die Zusammenarbeit von Schule, Jugendamt und Polizei vor Ort zur Pflicht macht und damit nicht auf einhellige Zustimmung stieß. Oktober 2007

Nun werden die skandalösen Broschüren einer Bundesbehörde (!), der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)“, zum Thema Sexualität endlich überprüft – eine wurde verboten! Viele Eltern und Elternverbände, so auch der ELTERNVEREIN NRW, haben sich schon früher heftig gegen derartige staatliche „Aufklärung“ gewehrt. August 2007

Der ELTERNVEREIN NRW hat sich mit einer Petition an das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW gewendet. „Eltern sollen in Zukunft ausdrücklich das Recht haben, ihre Kinder aus wichtigem Grund von der Teilnahme am Sexualerziehungsunterricht befreien zu lassen“, sagt die Vorsitzende Regine Schwarzhoff. Im Schulgesetz ist generell die Möglichkeit der Befreiung von Unterrichtsveranstaltungen vorgesehen, aber in den Richtlinien für die Sexualerziehung in NRW ausdrücklich als für diesen Unterricht ausgeschlossen aufgeführt. Juni 2007

  • Stellungsnahmen zu den Kernlehrplänen Gymnasium Sek. I

Geschichte, Erdkunde, Politik Juni 2007

Die historische Benachteiligung der Mädchen ist inzwischen bei uns in Deutschland mehr als ausgeglichen – sie ist überkompensiert. Bei der Forderung nach Gleichberechtigung wurde Gleichheit vorausgesetzt, damit wurden Unterschiede übersehen, sogar geleugnet. Nach dem heutigen Stand der Hirnforschung kennen wir biologisch-neurologische Unterschiede der Gehirne, die durch das hormongesteuerte Wachstum entstehen. Wachstums- und Reifestufen von Jungen und Mädchen verlaufen in Kindheit und Pubertät (Klassen 7 bis 9) deutlich zeitlich versetzt. November 2006

Diese dringende Forderung vieler Eltern war Thema der Landesversammlung 2006 des Elternvereins NRW, die am Wochenende in Neuss stattfand. Manche Fälle von Mobbing und Gewalt in Schulen gelangen an die Öffentlichkeit. Viele Fälle bleiben schulintern, weil dem Ruf der Schule nicht geschadet werden soll. Andere Fälle sind nur den unmittelbar Beteiligten des Geschehens bekannt. Nichtstun ist keine Lösung. Oktober 2006

In vielen Veranstaltungen wird das neue Schulgesetz nun vorgestellt, das am 1. August 2006 in Kraft trat. Allein 50 Termine sind geplant, in denen Schulministerin Sommer, Staatssekretär Winands oder einer der Regierungspräsidenten persönlich vortragen. Sie wollen für die Aufnahme der Neuerungen bei Schulleitungen, Lehrerschaft und Eltern werben und Mitarbeit bei der Umsetzung erreichen. Die Werbung ist beeindruckend – das Gesetz ist es leider nicht. Besser wären die   Verantwortlichen bei der Vorbereitung des Änderungsgesetzes auf alle Beteiligten an Schule zugegangen und hätten deren Aspekte und Argumente ernst genommen!

Der Landtagsausschuß für Schule und Weiterbildung führte auf Anträge der Opposition hin im April und Mai noch drei Sachverständigen-Anhörungen durch, zu denen der Elternverein NRW geladen war. September 2006

Ein „Rechtschreibkompromiß“ ist ab 1. August 2006 für die Schulen verbindlich. Die Kultusminister und Ministerpräsidenten der Länder verordneten als Rechtschreib-Lehrstoff für die Schulen „Zwischenempfehlungen“ des Rates für deutsche Rechtschreibung zur Reformschreibung (Neuschrieb) von 1996. September 2006

Wie beurteilen Sie die Treffsicherheit und Validität der Grundschulgutachten in der Praxis? Wie uns Jahr für Jahr Leiter weiterführender Schulen bestätigen, treffen etwa 90 % der Grundschulgutachten zu. Das deckt sich mit unseren eigenen Beobachtungen. Eine höhere Treffsicherheit läßt sich kaum erreichen, weil die Empfehlung der weiterführenden Schulform Prognosecharakter für die bestmögliche weitere schulische Förderung hat und sich die Entwicklung des jungen Menschen und seines familiären Umfeldes für niemanden zu 100 % vorhersagen läßt.  März 2006

Unverantwortlich ist die Heftigkeit, mit der gegen eine „Einschränkung der Elternrechte“ bei der Wahl der weiterführenden Schule polemisiert wird. Nach der geplanten Neufassung des § 11 des Schulgesetzes entscheiden nach wie vor in den meisten Fällen die Eltern. Sie entscheiden nicht nur über die Schulform bei Übereinstimmung mit dem Gutachten der Grundschule, sie entscheiden auch dann, wenn Zweifel bestehen, ob das Kind für die gewählte Schulform geeignet ist. Zweifelsfälle sind nicht selten. Februar 2006

A. B. : „Nichts ist ungerechter als die gleiche Behandlung von Ungleichen!“ – Auszug  An der Gesamtschule in großen Städten offenbart sich wie an keiner anderen Schulform eine frustrierende Diskrepanz zwischen deren hehren Zielen und zermürbender Alltagswirklichkeit. Januar 2006

„Eine Schule für alle“ – wahrlich eine werbewirksame Bezeichnung! Hinter dem neuen Projekt verbirgt sich eine Art von Gesamtschule von Klasse 1 bis Klasse 10. Ohne „Selektion“ sollen in diesem Schultyp alle Kinder nach ihren Möglichkeiten aufs Beste gefördert werden. Wer wünschte nicht eine solche Förderung für sein Kind? Pate standen bei diesem Projekt die Musterländer des internationalen Schulleistungsvergleiches, allen voran der PISA-Sieger Finnland mit seinem integrierten Schulsystem. Dennoch: Nein zu integrierten Schulen in unserem Land! Mai 2005

Am 27. April 2005 hat Bundespräsident Prof. Dr Horst Köhler persönlich und offiziell den Hauptschulpreis 2005 der Initiative Hauptschule an „Deutschlands beste Hauptschulen“ verliehen. Der 1. Preis (15.000 €) ging an die Friedrich-Ebert-Volksschule Augsburg-Göggingen, Bayern. Den 2. Preis (10.000 €) erhielt die Filderschule Stuttgart, Baden-Württemberg, und der 3. Preis (5.000 €) ging an die Hauptschule Löhne-West, Nordrhein-Westfalen. April 2005

Hallo Eltern mit Kindern im 4. Schuljahr ! Überlegen Sie, vielleicht die Gesamtschule als neue Schule für Ihr Kind zu wählen ? Für Sie sind unsere Informationen – nur für Sie ! Oktober 2004

Aus unserem Statement zur öffentlichen Anhörung am 29. Juli 2003 im Landtag: I. Zur zentralen Frage dieser Anhörung erklärt der Elternverein NRW: Trotz der Finanzspritze aus Berlin und des riesigen Medien-Echos seit mehr als einem Jahr – weder Ganztagsschulen noch Ganztagsbetreuung sind eine zukunftsfähige Antwort auf die schlechten PISA-Ergebnisse!
Ob die unterschiedlichen Betriebsformen einer Schule – Ganztagsbetrieb, Ganztagsbetreuung, Halbtagsbetrieb – auf die Qualität der Schülerleistungen Einfluß haben, ist in unserem Land bisher nicht untersucht worden. Zusätzliche Unterrichtsstunden bieten auch die echten Ganztagsschulen nicht, die einen Zuschlag von 20 % an Lehrerstellen erhalten. NRW, das im Vergleich mit anderen Bundesländern die meisten Ganztagsschulen aufweist, hat beim Leistungsvergleich der Länder damit keine Punkte geholt. Zwar haben Sieger der PISA-Studie wie Finnland und Schweden Ganztagsschulen, aber Länder in der Verlierer-Gruppe wie Griechenland und Luxemburg haben sie auch. Juli 2003

Die Realschule, von gesellschaftspolitischen Schulreformen nach 1968 ziemlich unberührt,  erlebte in den 90er Jahren pädagogisch durchdachte Reformen. Steigende Anmeldezahlen beweisen ihre Beliebtheit. Zwischen den Jahren 1979 und 2002 stiegen die Übergänge von den Grundschulen zu den Realschulen von 22,3% auf 27,8%. Zu Beginn des Schuljahres 2002/2003 standen diesen 27,8% Übergängern zur Realschule gegenüber: 19,2 % Übergänger zur Hauptschule, 15,2 % zur Gesamtschule und 33,0 % zu den Gymnasien – eine überzeugende Bilanz für die Stellung der Realschule in unserer Gesellschaft. Juni 2003

In den internationalen Studien PISA und IGLU und deren Ergänzungen sehen die Schulleistungen der deutschen Schülerinnen und Schüler nicht gut aus. Eltern, Ausbilder und Hochschullehrer wußten schon lange um die Mängel und Defizite. Es liegt nahe, die Schulen in den Ländern zu betrachten, die bei den internationalen Vergleichsuntersuchungen besser abschnitten. Juni 2003

das ist Anliegen des Elternvereins NRW, sagte die Landesvorsitzende des Vereins, Walburga Stürmer, in Düsseldorf. So wichtig und richtig es vor Jahrzehnten gewesen sei, die Förderung der Mädchen zu verbessern, so habe doch dieses Ziel zu einem Tunnelblick geführt, der die Jungen ausgrenzte. Das zeige sich noch heute darin, daß das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik in Düsseldorf in seinen Übersichten Zahlen über die Schülerschaft insgesamt veröffentlicht, etwa bei Übergängen in weiterführende Schulen und bei Schulabschlüssen, und dazu die Zahlen über die Schülerinnen. Die Zahlen über die Jungen fehlen. Den schulischen Erfolgen der Mädchen wurde große Aufmerksamkeit zuteil. Als sich jedoch vor einigen Jahren herausstellte, daß in den koedukativen Schulen häufig die Jungen den Mädchen in Mathematik und Naturwissenschaften überlegen waren, habe der Ruf nach Abhilfe nicht auf sich warten lassen. Mai 2003

Thelma von Freymann, gebürtige Finnin, zuletzt akad. Oberrätin an der Universität Hildesheim,  zur Lesekompetenz in Finnland:
„Warum können finnische Jugendliche so viel besser lesen als deutsche, …?
1. Finnland hat lange, kalte und dunkle Winter und darum von Alters her eine Lesetradition, für die südlich der Ostsee keine Entsprechung existiert. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Analphabetenrate Finnlands die niedrigste der Welt, 3,8 %. Es wird einfach sehr viel mehr gelesen als in Deutschland. Der hohe gesellschaftliche Stellenwert des Lesens färbt auf die Wahrnehmung von Kindern ab und trägt zu ihrer Motivation bei.  September 2002

Die deutschen Schülerleistungen sind im internationalen Vergleich erschreckend schlecht! Unter 32 Staaten liegt Deutschland im Lesen und Verstehen von Texten auf Platz 21, weit hinter Finnland, Kanada, Neuseeland, die die ersten Plätzen einnehmen. Deutschland liegt auch hinter England, Österreich, Frankreich, Spanien und Italien, sogar unter dem Durchschnitt aller OECD-Länder! März 2002

RECHTSVERORDNUNG ÖFFNET TOR ZUR BELIEBIGKEIT !
Im Rahmen der Verbändebeteiligung nach dem Schulmitwirkungsgesetz erhielt der Elternverein NRW als Elternorganisation von erheblicher Bedeutung den Entwurf der Rechtsverordnung zum Modellvorhaben „Selbständige Schule“ zur Stellungnahme. Der Entwurf ist kurz, aber er öffnet ein Scheunentor zur Beliebigkeit von Schule.  März 2002

Alle Schulen ans Netz! Jedem Schüler sein Laptop verbunden mit einem Internetzugang! Nach wie vor ist die Computerbegeisterung in NRW wie auch im gesamten Bundesgebiet ungebrochen. Durch den Einsatz von PCs versprechen sich die Schul- und Bildungsminister einen wesentlich besseren Unterricht und damit endlich ein Anwachsen der Bildungsqualität.
In Amerika dagegen ist man zur Zeit dabei, sich von diesem Irrglauben zu verabschieden. Anerkannte Computerwissenschaftler warnen aus unterschiedlichsten Gründen vor einer solchen Überbewertung des Computers. September 2001

Zum Modellvorhaben „Selbständige Schule“  –  wir berichteten darüber bereits in den Elternbriefen Nr. 106 und 107 – sagte die Vorsitzende des Elternvereins NRW, Walburga Stürmer, bei einer Anhörung des Landtagsausschusses für Schule und Weiterbildung am 29. August 2001 in Düsseldorf:  „Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren,   der Elternverein NRW ist mit der Regierungskoalition und mit der Opposition darin einig, daß das Schulwesen in unserem Land durch eine Überzahl an Vorschriften eingeengt ist.  Man schaue sich nur die BASS an, die Amtliche Sammlung der Schulvorschriften. Sie ist  über 1000 Seiten stark und enthält noch nicht einmal die geltenden Unterrichtsrichtlinien und Lehrpläne.  Wünsche  nach mehr Selbständigkeit sind daher nur allzu verständlich. Dennoch sind wir der Meinung, daß das Modellvorhaben „Selbständige Schule“ nicht die richtige Antwort auf diese Regelungsdichte ist. August 2001

Wir haben mit Interesse zur Kenntnis genommen, daß zukünftig für die Schulformen Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Gesamtschule je eigene Lehrpläne für Sport den bisher einheitlichen Lehrplan ablösen werden. Uns ist wichtig zu betonen, daß der Elternverein NRW an dem einheitlichen Lehrplan Sport nie Anstoß genommen hat.  … Solange nicht der Landtag für den Bereich des Sportunterrichts den § 21 AschO neu gefaßt hat, fehlt dem „differenzierten“ Leistungsbegriff die Rechtsgrundlage – er ist rechtswidrig! … April 2001

  • „Körperwelten, die Faszination des Echten“

Kritisch anzumerken bleibt: Das Wunder des menschlichen Körpers wird kommerzialisiert. Der Mensch als Objekt – ohne seine geistige Dimension – wird dokumentiert. Es ist „Die Faszination des Sensationellen“. März 2000

Die internationalen Vergleichsstudien TIMSS haben nachdenklich gemacht. Deutschland, das immer stolz auf sein gutes Schulsystem war, landet nur im Mittelfeld hinter Ländern wie Singapur, Japan, Bulgarien, Ungarn, Irland und vielen anderen. Unsere Schulen müssen besser werden! Neben der notwendigen äußeren Reform des Schulsystems (z.B. kleinere Klassen) gelangt zunehmend auch die innere Reform ins Blickfeld, d.h. eine Verbesserung der Lehr- und der Lernqualität. Februar 2000

In der BIJU wurde auch das Sozialverhalten von Schülern und Schülerinnen von Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen verglichen. Die Studie weist für die Gesamtschule nachteilige Ergebnisse auf. Während in Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien die Testwerte für Egoismus zwischen Klasse 7 und Klasse 10 gleichbleiben oder sinken, steigen sie in Gesamtschulen an. Entsprechend steigen die Testwerte für Altruismus, das Eintreten für andere, in Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien, während sie in Gesamtschulen fallen (BIJU-Studie S.21,22). Februar 2000

Wirtschafts-, Lehrer- und Elternverbände gründeten 1997 die INITIATIVE HAUPTSCHULE. Aus der Wirtschaft gehören ihr an: – Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)  – Deutscher Industrie- und Handelstag (DIHT)  – Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE)  – Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZdH). Februar 2000

„In allen Regionen haben Bewerber mit einem mittleren Bildungsabschluß immer noch die besten Aussichten auf eine Lehrstelle. Hochqualifizierte und unqualifizierte Bewerber haben die meisten Vermittlungsprobleme“. So lauten die Erfahrungen der Bundesanstalt für Arbeit. Sie muß es wissen. Dieser mittlere Bildungsabschluß ist der übliche Abschluß der Realschule, die Fachoberschulreife. Januar 2000

Der Elternverein NRW begrüßt grundsätzlich die im ersten Kapitel genannten Aufgaben und Ziele schulischer Sexualerziehung. … Zu Recht spricht der Entwurf von einer ganzheitlich anzulegenden Sexualerziehung. Sexualität muß als Teil der Gesamtpersönlichkeit gesehen werden, als eine den ganzen Menschen prägenden Kraft, die Quelle eines gelingenden und beglückenden Lebens sein kann. … Der Elternverein hält es für unerläßlich, daß der Abschnitt ‚Ehe und Familie‘ überschrieben und ergänzt wird um Ausführungen zum Wert und zur Bedeutung von Ehe und Familie für den einzelnen Menschen und die Gesellschaft. …“.  Februar 1999

… Unsere Schulen sind der Verfassung und den Gesetzen verpflichtet. Sie dürfen rechtswidrige Unterrichtsziele nicht zulassen. Sie dürfen aber auch nicht die Inhalte des Religionsunterrichts bestimmen. Islam-Unterricht als ordentliches Lehrfach könnte folglich zu schwerwiegenden Verfassungskonflikten führen. Aus diesen Gründen hat der Elternverein NRW den Schulversuch zur Einführung von islamischer Unterweisung als ordentliches Unterrichtsfach abgelehnt. Er hat als Ausweg empfohlen, die Schüler und Schülerinnen muslimischen Glaubens in den Schulversuch „Praktische Philosophie“ verpflichtend einzubeziehen. Denn: „‚Praktische Philosophie‘ kann Wissen über die großen Weltreligionen einschließlich des Islam vermitteln und zugleich zu den Werten von Grundgesetz und Landesverfassung erziehen“. Januar 1999

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