Schulkosten für die Eltern: Februar 2019 Das Statistische Bundesamt hat heute die Zahlen veröffentlicht, wieviel die Bundesländer pro Kind in 2016 ausgegeben haben. NRW ist ganz unten im Vergleich: Z.B. Bayern: 8.100 Euro, Berlin 9.200 Euro, Brandenburg 7.000 Euro und NRW am niedrigsten mit 6.200 Euro. Es muss in unserem Land endlich mehr in Bildung investiert werden! Hier mehr

 

Eltern unter Generalverdacht : Die Broschüre „Ene, mene, mu und raus bist du!“ der Amadeu Antonio Stiftung

 

Im Namen von Toleranz und Bekämpfung von Vorurteilen hat die Amadeu Antonio Stiftung eine Broschüre für Kindergärten herausgegeben, zu der unsere Familienministerin, Franziska Giffey (SPD), das Vorwort geschrieben hat. Für sie und die Stiftung ist es offenbar ganz klar: Wenn Mädchen zu eindeutig Mädchen und Jungen zu eindeutig Jungen sind, gelten diese Eltern als potentiell rechtsextrem. Ja, das hier ist leider kein Witz. Diese Broschüre, die mit öffentlichen Geldern mitfinanziert wird mit dem angeblichen Ziel, Vorurteile zu bekämpfen, schürt in Wahrheit genau diese: Vorurteile gegen Eltern, deren Werte- und Erziehungshaltung und deren politische Gesinnung. Hier mehr

 

Hilfe für die Förderschulen

Ab August 2019 gelten für Förderschulen geringere Mindestschülerzahlen. Wie alle Schulen brauchen auch Förderschulen eine Mindestzahl von sie besuchenden Schülerinnen und Schülern, um nach schulrechtlichen Vorschriften bestehen zu können. Schulministerin Löhrmann (Grüne) hatte im Jahr 2013 ohne große öffentliche Diskussion die Streichung der Regelung veranlaßt, daß ausnahmsweise bei Bedarf die Mindestschülerzahl bis auf die Hälfte absinken dürfe. Solche Ausnahmefälle gab es viele und somit führte der Wegfall der Ausnahmeregelung zur Schließung einer Vielzahl von Förderschulen in NRW. Schulministerin Gebauer (FDP) bremste gleich nach Amtsantritt 2017 Schließungen und legte nun eine Rechtsverordnung vor, die geringere Mindestschülerzahlen festschreibt.  Statt 144 brauchen Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Lernen“ ab 2019 nur noch 112 Schüler und Schülerinnen und Teilstandorte sind schon ab 42 Kindern mit den Schwerpunkten „Lernen“ und „Entwicklungsstörungen“ möglich. Hier mehr

 

Digitalisierung – wie weit darf sie gehen?   

Renommierter Experte warnt vor Risiken und Nebenwirkungen für den Bildungsbereich

Seit einem Jahr gibt es einen Zusammenschluss von fünf überregionalen Elternverbänden*, die die Bürger in NRW über Bildungsfragen und Schulpolitik informieren und mit ihnen diskutieren möchten. Für ihr diesjähriges Forum am 5.7.2018 hatten sie ein brisantes Thema gewählt – und einen unerschrockenen Experten gewonnen: Prof. Dr. Ralf Lankau, Medienwissenschaftler aus Offenburg und Autor des Buches „Kein Mensch lernt digital“.

Lankau stellt der derzeitigen Digitaleuphorie eine realistische und kritische Sichtweise gegenüber. Versprochen werde wachsende Freiheit und Erleichterung, ernten würden wir aber vor allem totale Überwachung und Steuerung. Im Bildungsbereich sei das besonders brisant: Lernende degenerierten zum umfassenden Datensatz, ihr Lernverhalten werde bis ins Kleinste erfasst und abgespeichert, Bildungsgüter automatentauglich zerhackt. Hingegen könne sich humane Bildung nur als offenes, beziehungsgestütztes Lernen vollziehen. Die empirische Unterrichtsforschung – nicht zuletzt die derzeit weltgrößte Metastudie von John Hattie – zeige denn auch keinerlei Verbesserung der Lernqualität durch Technologie.

Es sei zu befürchten, dass der aktuell vieldiskutierte Digitalpakt versteckte Absichten verfolge:  nicht nur Lehrer durch Software zu ersetzen, Prüfungen zu automatisieren, Bildungsinhalte durch Konzerne statt durch Bürgervertreter zu steuern; auch unmerklich jede Regung unserer Kinder und Jugendlichen zu erfassen, abzuspeichern und profitmaximierend zu nutzen. Für die IT-Industrie winke jetzt ein riesiges Geschäft – und für viele andere Machtakteure demnächst die optimierte Steuerung. Unkontrollierte Digitalisierung sei die aktuelle Form der Gegenaufklärung.

Professor Lankau befürwortete durchaus zusätzliche Milliarden im Bildungsbereich – sie müssten aber ohne Lobbysteuerung und mit pädagogischem Bedacht ausgegeben werden können. Und das schließe keineswegs technologische Innovationen aus – nur müsse das Digitale einHandwerkszeug bleiben, statt zur allgegenwärtigen Lehrmaschine zu entarten, die frontal auf die Lernenden einwirkt.

Der Experte regte an, Digitalisierung insbesondere im Schulischen neu zu denken. Er ermutigte Lehrer und Eltern, sich jeder Digitaleuphorie entgegenzustellen, nach dem tatsächlichen Nutzen digitaler Hilfsmittel zu fragen, sich für sparsamen Datenumgang und kontrollierbare Speicherung einzusetzen. Er wisse, dass das nicht einfach sei, aber hier gegenzuhalten würde sich für unsere Kinder lohnen. Die gerne belächelte DSGVO sehe er deshalb als Chance, das Schulverbot privater Smartphones in Frankreich sei für ihn ein Hoffnungsschimmer. Weitere konkrete Hinweise für Pädagogen können Interessenten den Folien von Prof. Lankau entnehmen (über den Veranstalter).

Trotz Schwüle und Schuljahresendmüdigkeit verfolgten ca. 170 Eltern und Lehrer fast zweieinhalb Stunden lang Vortrag und Diskussion in der Aula des Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasiums in Köln.

* “Eltern für eine gute Schule“, „Landeselternschaft der Gymnasien in Nordrhein-Westfalen e. V.“, „Elternverein Nordrhein-Westfalen e.V.“, „Landesverband NRW der Eltern und Förderer sprachbehinderter Kinder und Jugendlicher e. V.“, „wertevoll wachsen“. Plakat Mai 2018

 

Eltern für eine gute Schule: Veranstaltung in Köln am 02.05.17

Zusammen mit der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW, dem Landesverband NRW der Eltern und Förderer sprachbehinderter Kinder und Jugendlicher und dem Verein „wertevollwachsen“ haben über 180 Besucher, den Bildungsexperte Dr. Matthias Burchardt und die Kinder- und Jugendpsychiaterin Dr. Elke Möller-Nehring interessiert verfolgt. Nach den Vorträgen gab es eine lebhafte Diskussion und einen intensiven Austausch. Mehr infos unter: www.eltern-fuer-eine-gute-schule.de.

 

Turbo-Abi: G8 oder G9?

Düsseldorf – Der Schulstreit in NRW scheint wieder aufzuflackern. Besonders die Schulzeit-Dauer für Abiturienten ist ein Zankapfel zwischen Politik, Lehrern und Eltern.

“Wir Eltern erleben oft Kinder, die erschöpft sind”

 

Top-Themen: Pisa-Studie

Der Kölner Wissenschaftler Matthias Burchardt über die Pisa Studie. Hier

 

Pressegespräch für die Beibehaltung der Verbändemitwirkung

Am 08. März 2016 trafen sich die bedeutendsten Elternverbände Nordrhein-Westfalens in der Geschäftsstelle des Philologenverbandes in Düsseldorf mit der Presse und erläuterten ihre Ablehnung einer Änderung der Elternmitwirkung.

Von links nachrechts: Reiner Brüggemann, Landeselternschaft der Realschulen NRW, Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologenverbands NRW, Johannes Papst, Vorsitzender der Landeselternschaft der Realschulen NRW, mich kennst Du ja, Jochen-Peter Wirths, Vorsitzender des Landesverbandes NRW der Eltern und Förderer sprachbehinderter Kinder und Jugendlicher e. V., Ulrich Czygan, Vorsitzender der Landeselternschaft Gymnasien NRW, und Dr Herbert Heermann, Vorsitzender der Katholischen Elternschaft Deutschland, NRW-Landesverband.

 

Von Auflösung bedrohte Schulen sie sind zu retten.  

Ein Weg: Bürgerbegehren Merkblatt für Eltern

Ausgangslage
In Nordrhein-Westfalen gibt es viele Formen weiterführender Schulen: Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und Sekundarschulen. Und die Zahl von Schülerinnen und Schülern geht zurück und das Geld für Schulen auch. Die Städte und Gemeinden müssen vorab für die Zukunft ihre Schulen planen. Sie sollen möglichst das bestehende Angebot an Schulformen erhalten, müssen aber Schüleraufkommen sowie Mindestschülerzahlen für die Schulformen in die Planungen einbeziehen. Das kann die Schließung von Schulen nötig machen. Städte und Gemeinden müssen jedoch auch den Elternwillen berücksichtigen! Für die Art und Weise, wie der Elternwille ermittelt wird, fehlen Regelungen.

Hier zum gesamten Leitfaden.