Mobbing

Elternverein Nordrhein-Westfalen e. V.

Veranstaltung 28.10.2006

Thema: Schule: Kein Platz für Mobbing und Gewalt"

Kernaussagen

Erwartungen an die Schule:

Das Kollegium ist sich darüber einig, dass die Schule eine Pflicht zur Prävention und Intervention von Gewalt hat. Das umfasst auch den Schulweg.

Die Schule pflegt einen Stil von Höflichkeit und gegenseitigem Respekt, der für alle gilt, die am Schulleben beteiligt sind: Lehrerinnen / Lehrer, Eltern, Schülerinnen / Schüler. Es gibt keine bessere Prävention von Gewalt!

Darüber hinaus hat die Schule Regeln für das Zusammenleben in der Schule formuliert, an die sich alle halten müssen und deren Befolgung durchgesetzt wird. Dabei sollte es sich um nicht mehr als 10 -12 positiv formulierte Regeln handeln.

Schüler sollten von ihren Lehrern nicht gedemütigt oder auf andere Weise zum Mobben frei gegeben werden.

Überforderung von Schülern als Quelle von Frustration und Aggression muss durch gezielte Förderung oder Wechsel zu einer besser geeigneten Schulform verhindert werden.

Die Schule muss hinschauen und bei Mobbing und Gewalt sofort intervenieren. Für Gewalt und Mobbing gilt keine Entschuldigung! Beides wird sofort unterbunden und sanktioniert.

Die Schule darf nicht davon ausgehen, dass Gewalt nur ein Problem der Jungen ist, auch Mädchen können aggressiv sein. Sie sind es zunehmend auch körperlich!

Wenn an einer Schule Mobbing oder Gewalt auftritt, muss das öffentlich behandelt werden, damit sich die Täter nicht verstecken und tarnen können. Notfalls muss die Polizei eingeschaltet werden!

Es sollten die Opfer geschützt werden und nicht die Täter. Wenn die Täter geschützt werden, hat das in der Schule eine verheerende Modellwirkung.

Prävention durch die Schule:

Beispiele:

-         faustlos"

-         Höflichkeitsprojekt" nach norwegischem Modell

 

 

Intervention durch die Schule:

         Die Schule nimmt das Gewaltproblem ernst und behandelt es öffentlich!

         Sie informiert die Schülerinnen / Schüler darüber,

 

-          um welches Verhalten es geht,

-          welche Folgen das für die Opfer hat,

-          dass dieses Verhalten an der Schule unerwünscht ist

-          und deshalb künftig konsequent sanktioniert wird.

 

         Die Schule nennt die Sanktionen und beschreibt die Art der Kontrolle!

         Sie sanktioniert danach konsequent jede Form von Gewalt!

Interessante Seiten zum Thema im Netz:

www.schulpsychologie.de

www.schueler-mobbing.de

www.faustlos.de

www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=416059.htm

weiter:

Reiko Momochi, Confidential Confessions, Bd. 6, 1. Aufl., 2005, Tokyopop Hamburg, ISBN 3-86580-186-2 (zur Behandlung im Unterricht)

Kuhlmann, Klaus und Mittag, Elfriede (Hrsg.): Schulpsychologie in Nordrhein-Westfalen, eine kommunale Erfolgsgeschichte, 2001, Josef Eul Verlag GmbH, ISBN 3-89012-912-9 (Übersicht über Tätigkeitsfelder der Schulpsychologie)

Kontakt:

Dipl.-Psych. Albert Zimmermann

Zentrum für Schülerförderung, Bildungsberatung

und Schulpsychologie

Stadthaus (Ostgebäude)

50605 Köln

Tel.: 0221 /221 29035 Fax: 0221 7221 29185 E-Mail: Albert.Zimmermann@stadt-koeln.de

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Stand: 07. November 2006