Warnung vor Killerspielen

 

Kinder vor Schaden bewahren -  Warnung vor Killerspielen!

„Wir Eltern müssen aktiv werden, wenn die Politik zaudert“, heißt die Konsequenz aus einer Vortragsveranstaltung des Elternvereins Nordrhein-Westfalen in Neuss. „Unsere Kinder müssen geschützt werden vor einem gezielten Training zu Gewalt und Töten“, folgerte Regine Schwarzhoff, Vorsitzende des Vereins, weiter. In vielen Veröffentlichungen, auch dem Buch „Computerspiele(r) verstehen“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), werde die schädliche Wirkung solcher Spiele auf die kindliche Seele verniedlicht und verharmlost – dank einer starken Lobby der Marktführer.

Die Sozialpädagogin und Dozentin der Fachhochschule Köln Elke Ostbomk-Fischer stellte in ihrem Vortrag vor der Landesversammlung des Elternvereins NRW die Gefahren und Hintergründe von gewalthaltigen Computerspielen dar. Counterstrike und Co wurden ursprünglich dazu entwickelt, amerikanischen Soldaten die Hemmung vor dem Töten zu nehmen und sie zu gefühllosen, kaltblütig funktionierenden Instrumenten der Armeeführung zu erziehen. Dabei werden kaum Scheußlichkeiten ausgelassen, vom Abhacken von Gliedmaßen und weiteren grausamen Foltermethoden bis hin zum gezielten Kopfschuß mit Präzisionsfadenkreuz für Menschen, die einfach zu Feinden erklärt werden. In der virtuellen Scheinwelt ist der Erfolg der Anreiz für Spieler, mit ihren Steuergeräten gezielt derartig entsetzliche Taten zu verüben.

„Wir warnen alle Eltern“, betonte Schwarzhoff: „Mißtrauen Sie den verharmlosenden Darstellungen in den Medien und machen Sie sich ein eigenes Bild von den Inhalten dieser weit verbreiteten Sorte von Computerspielen!“ 

Essen/Recklinghausen, 27.10.2008

Regine Schwarzhoff

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Stand: 07. November 2006