Hauptschule im Aufwind

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HAUPTSCHULE IM AUFWIND

Die Wirtschaft hilft ...
Wirtschafts-, Lehrer- und Elternverbände gründeten 1997 die INITIATIVE
HAUPTSCHULE. Aus der Wirtschaft gehören ihr an:

  • Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
  • Deutscher Industrie- und Handelstag (DIHT)
  • Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE)
  • Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZdH).

Die INITIATIVE HAUPTSCHULE vergibt Preise für gute Hauptschularbeit. 1999 wurden 62 Preise vergeben im Wert von insgesamt 113.500 DM. Der zweite Preis mit 7.500 DM ging nach NRW, ihn erhielt die Städtische Hauptschule Wermelskirchen. Die Ausschreibung neuer Preise steht bevor.

Die Wissenschaft stützt ...
Die Hauptschule zu besuchen, bedeute keinen Makel für die Schülerinnen
und Schüler, sondern die Hauptschule schütze deren Selbstwert, weil sie "für leistungsschwächere Schüler einen angemessenen und in sich geschlossenen Bezugsrahmen zur Verfügung stellt". So die TIMSS 1997, die Dritte Internationale Mathematik- und Naturwissenschaftsstudie (S.171).

Das bekannte Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin stellt in der BIJU, der Studie "Bildungsverläufe und psychosoziale Entwicklung im Jugendalter", fest: Beim Vergleich von Hauptschule und Gesamtschule ergeben sich keine unterschiedlichen Förderwirkungen. Bei gleichen Eingangsbedingungen an Vorwissen und Begabung "wird am Ende der 10. Jahrgangsstufe ein identischer Wissensstand erreicht" (Zeitschrift f. Pädagogik, Juni 1999, S.17).

Und die Politik ?
Bei den Sparbeschlüssen hat die Landesregierung die Hauptschule
geschont - diese hat den günstigsten Schlüssel für die Zuteilung von Lehrerstellen unter den Schulen der Sekundarstufe I. Schulministerin Gabriele Behler hat begrüßt, daß Schüler auf dem Hauptschulkongreß in Soest im November 1997 für ihre Schule getrommelt haben - sie wolle mit trommeln.

Im Bildungspolitischen Programm der CDU NRW vom Dezember 1999 nimmt die Hauptschule einen wichtigen Platz ein - der Hauptschulabschluß soll qualitativ aufgewertet werden und volle Ausbildungsreife garantieren. Zuweilen von Ausbildungsbetrieben beklagte Schwächen der Hauptschüler "müssen durch die Verstärkung der entsprechenden Inhalte im Unterricht gezielt abgebaut", die besonderen Stärken auf praktischem Gebiet müssen "stärker betont und gefördert werden".

_____________________________________________ Februar 2000

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Stand: 22. Januar 2007