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Gewaltprävention
Hand in Hand mit Eltern! Bei
der diesjährigen Landesversammlung des Elternvereins NRW, die am Wochenende in
Recklinghausen stattfand, stand das aktuelle Thema "Gewaltprävention Hand
in Hand" im Mittelpunkt. Erst kürzlich ist der gemeinsame Runderlaß von 5
nordrhein-westfälischen Ministerien (Innen, Schule, Generationen, Soziales und
Justiz) vom 31.08.2007 veröffentlicht worden, der die Zusammenarbeit von
Schule, Jugendamt und Polizei vor Ort zur Pflicht macht und damit nicht auf
einhellige Zustimmung stieß. "Für
unsere Kinder sind tätliche Angriffe bis hin zu roher Gewalt leider nicht mehr
nebensächlich,“ sagte die Landesvorsitzende Regine Schwarzhoff zu Beginn der
Veranstaltung, „sondern für viele eine tägliche Erscheinung oder sogar
eigene Erfahrung. Bis wir Eltern davon erfahren, kann oft viel Zeit vergehen,
weil Scham und Angst Opfer und unbeteiligte Beobachter hindern, sich zu äußern
und Hilfe zu suchen oder zu veranlassen. Dieses Problem kann nur gemeinsam in
einem stabilen Unterstützungsnetz angegangen werden.“ Der Elternverein NRW
begrüßt daher den neuen Erlaß, der Schule, Jugendamt und Polizei zur
Zusammenarbeit verpflichtet. Den Schulen sollen örtliche Ansprechpartner
benannt werden, die sich mit ihnen mindestens einmal im Halbjahr treffen. Frau
Schwarzhoff weiter: "In dieses Netzwerk müssen auch Elternvertreter
eingebunden werden. Eltern sind vorrangig zur Erziehung ihrer Kinder berufen,
und sie allein können frühzeitig genug das notwendige Wertebewußtsein in der
Erziehung anlegen und aufbauen. Wir fordern alle Eltern auf, an ihrer Schule
aktiv die Knüpfung des Netzwerkes zur Gewaltprävention zu gestalten und eine
vertrauensvolle Zusammenarbeit zu gründen, die zum Gelingen unentbehrlich
ist." Die
Vertreterin des Jugendamtes betonte, daß Eltern, die Schwierigkeiten bei der
Erziehung haben, vom Jugendamt Unterstützung erfahren können, sogar Anspruch
auf Hilfe haben, was viele Eltern nicht wissen. Wo erzieherische Maßnahmen der
Schule nicht reichen, so war den Ausführungen des Vertreters der Polizei zu
entnehmen, kann die Polizei mit ihrer Präsenz Opfer und Zeugen gewalttätigen
Verhaltens stärken und zu Aussagen ermutigen, weil dann zu erwarten ist, daß
auch renitenten Tätern das Handwerk gelegt wird. Der Elternverein NRW wird sich dafür einsetzen, erklärte Frau Schwarzhoff, daß überall die Netzwerke gegen Gewalt entstehen und die Eltern einbeziehen
Oktober 2007 |
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